Die eigene Vision finden.

Vielleicht hast Du Dich das auch schon mal gefragt, was soll ich eigentlich mit meinem Leben anfangen? Das Thema „die eigene Vision finden“ wird gerade ziemlich gehypt. Zumindest, wenn Du Dich mit dem Thema Persönlichkeitsentwicklung etwas näher beschäftigst, wird es Dir schon öfters begegnet sein. Wie findet man eigentlich seine eigene Vision, was ist eine Vision überhaupt und braucht man denn unbedingt eine Vision fürs Leben? Hier bekommst Du ein paar Inspirationen, was es mit der Vision auf sich hat.

 

Braucht jeder eine Vision?

Ich persönlich liebe es Visionen für mein Leben zu haben und ich liebe es auch besonders sie zu entwickeln. Aus meiner persönlichen Erfahrung und auch aus der als Coach ist eine Vision ein sehr kraftvolles Tool für das eigene Leben. Es ist eins meiner Lieblingsthemen im Coaching, denn hinter dem Visualisieren der Zukunft liegen die wirklich großen und bewegenden Gefühle. Das Thema der eigenen Lebensvision sollte jedoch trotz Hype in der Welt der Persönlichkeitsentwicklung nicht überbewertet werden. Fest steht Du kannst sowohl mit als auch ohne Visionen Dein Leben erfolgreich leben. Denn was Du als erfolgreich empfindest, das bestimmst immer nur Du selbst.

Visionen scheinen jedoch irgendetwas magisches zu haben und sich um etwas Großes im Leben zu drehen. Steve Jobs, Henry Ford, Thomas Edison, Martin Luther, Oprah Winfrey,…mit allen dieser großen Persönlichkeiten bringen wir immer wieder das Thema Vision in Verbindung und sie haben wahrhaftig großes geleistet.

 

Was ist eine Vision überhaupt?

Das Wort Vision stammt von dem lat. Wort „visio“ und heißt Anblick oder Erscheinung.

Im Coaching und der Persönlichkeitsentwicklung steht es übertragen für das innere Bild einer Vorstellung, die sich auf die Zukunft bezieht. Es geht also bei einer Vision um ein inneres Bild. Eine Vision entsteht daher immer aus der eigenen inneren Vorstellung heraus und zeichnet ein Bild der Zukunft. Es gibt viele populäre Beispiele für Visionen von großen Persönlichkeiten, wie z.B. die von Henry Ford, dessen erklärte Vision es war, Automobile für die gesamte Bevölkerung zu bauen. Mit seiner visionären Idee, ein für jedermann erschwingliches Fahrzeug auf den Markt zu bringen, hat Henry Ford das Leben unzähliger Menschen verändert. Obwohl die Bedingungen und äußeren Umstände nicht danach aussahen, hatte er dieses große innere Bild, das für ihn mehr Realität war als die Realität selbst und ihm die nötige Motivation und Kraft gab, seine Ziele tatsächlich zu verwirklichen.

 

 

„Gehe auf ein Date mit Deiner Zukunft, denn daraus könnte Liebe werden!“

 

Muss ich mit meiner Vision immer die Welt retten wollen?

Viele gehen davon aus Visionen müssen immer wahnsinnig riesig sein, ich muss dafür in das Himalaya Gebirge reisen, in einem Tempel stundenlang Meditieren bis sie mir erscheint, die große Vision fürs Leben oder eine Idee haben, die die Welt verändert. Nur wer die Welt retten will, der hat auch eine echte Lebensvision. Ganz so ist das mit den eigenen Visionen natürlich nicht. Denn Visionen sind völlig unabhängig von ihrer Größe oder ihrem Ausmaß. Niemand legt fest, wie groß eine Vision ist, außer Du selbst. Dafür gibt es weder ein Maßband noch eine Schablone und damit auch keine Bewertung wie eine Vision zu sein hat.

Deine Visionen sind Deine Visionen. Visionen, ja genau es gibt nicht nur die eine Vision. Du kannst viele Visionen haben für Dein Leben, und zwar in allen Deiner Lebensbereiche, in Deiner Beziehung, Deinem Job, Deiner Freizeit, Deinem persönlichen Wachstum, Schau Dir das Rad des Lebens einmal an. Du kannst Visionen für jeden einzelnen dieser Bereiche entwickeln.

 

Warum wollen wir überhaupt eine Vision haben?

Es ist nicht die Vision an sich, die wir haben wollen, sondern eigentlich ein Gefühl das wir suchen. Es ist das Gefühl etwas erschaffen zu wollen. Doch wir wollen nicht irgendetwas erschaffen, wir wollen etwas sinnstiftendes erschaffen. In dem Moment, wenn wir das Gefühl haben etwas Sinnvolles zu tun, fühlen wir uns gut.

Wenn wir etwas tun, das in unserem ermessen Sinn stiftet, sind wir in Balance und fühlen uns erfüllt. Bei der Visionsfindung geht also es letztendlich darum etwas Sinnvolles zu tun.

Dem Leben oder einem unserer Lebensbereiche einen Sinn geben, das ist es, was eine Vision zu einem sehr kraftvollen Tool macht. Eine Vision wirkt wie ein Leuchtturm oder ein Fixstern, nachdem Du Dich in Deinem Leben ausrichtest. Über den Sinn bestimmst Du, wo Du in Deinem Leben hinwillst, wie Dein Leben aussehen soll, wie es sich anfühlen soll und was du erleben willst.

 

Was gibt mir eine Vision denn nun?

Visionen sind für mich eine Art ganz persönliches Tool, dass ich immer wieder verwende, um mich darauf zu fokussieren mein Leben aus meinem Herzen heraus zu leben. Sie schützen mich zudem davor nicht in das „Funktionshamsterrad“ zu geraten. Denn wenn ich meinen Visionen folge, bin ich bei mir. Ich bin mir selbst treu und verfolge meinen persönlichen Weg, denn in ihnen stecken meine ganz persönlichen Werte und Bedürfnisse. Meine Visionen geben mir vor allem Energie, sie wecken die Neugier in mir und treiben mich mit Freude an. Ich finde in ihnen Sinn und bin von ihnen inspiriert. Sie geben mir auch eine Richtung und Orientierung in meinem Leben. Ich lege an meinen Visionen meine Ziele für mich festlegen. Für mich sind sie wie ein Kompass, nach denen ich mich ausrichte und mir immer wieder bewusst mache, welche Gefühle ich in meinem Leben haben möchte und welche eher nicht.

Was Dir Deine Vision gibt, das liegt ganz bei Dir. Sie wird Dir das geben, was Dich erfüllt in Deinem Leben und die Gefühle präsentieren, die Du in Deinem Leben leben möchtest.

 

Eine Vision für sich zu entwickeln kann Dir helfen:

  • Klarheit zu haben, was Du mit Deinem Leben anfangen willst
  • dich zu orientieren und eine Richtung zu finden
  • die eigene Identität zu stärken
  • Motivation und Antrieb zu bekommen
  • mehr Energie und Freude im Leben zu haben
  • Ziele leichter festzulegen und zu verfolgen
  • Sinn für Dich zu finden

 

 

Die Welt zu retten, warum eigentlich nicht?

 

Du kannst Visionen für alle Deine Lebensbereiche kreieren, für Deinen Beruf, für Deine Beziehungen, Deine Freizeit, Deine Finanzen, Deine Gesundheit, Dein persönliches und geistiges Wachstum. Wie sieht Deine Vision für jeden dieser Bereiche aus? Wann empfindest Du für Dich etwas Sinnvolles zu tun?

 

“Das Leben beginnt, wenn es sich nicht mehr um uns selbst dreht.”

Die Vision hinter der Vision, liegt dort, wo es sich nicht mehr nur um selber dreht, sondern dort wo wir etwas tun, weil es jemand anderem dient. Stell Dir vor, Deine Vision ist ein Job der Dich erfüllt, weil Du dort z. B. Deine Kreativität ausleben kannst. Es macht Dir Freude, inspiriert Dich vielleicht oder Du fühlst Dich damit frei und erfüllt. Wenn Du erfüllt bist, kannst Du auch aus Deiner Fülle heraus etwas weitergeben. Vielleicht hast Du Kinder einen Partner oder eine Freundin, die von deinen inneren Zufriedenheit profitieren. Vielleicht hast du eine Vision für ein Projekt, womit du dich selbst verwirklichen willst. Womit dienst du jemand anderem, wenn Deine Vision Realität ist? Genau damit veränderst Du tatsächlich die Welt, denn Du machst einen Unterschied, Du gibst. Das ist es was wir als wahre Größe wahrnehmen im Leben. Henry Ford hat nicht einfach Autos gebaut, er hat den Menschen etwas gegeben Freiheit, Flexibilität und Unabhängigkeit. Seine Vision war es diese Gefühle jedem einzelnen geben zu können.

Impuls: Was gebe ich anderen mit meiner Vision?

 

 

Wie Du im Jetzt schon Deine Vision lebst.

Die „Gefahr“ von Visionen ist der Realitätsverlust. Wenn Du nur noch in Deiner Vorstellung von dem Bild in der Zukunft lebst, bist du nicht mehr im Hier und Jetzt und verpasst Dein Leben in der Gegenwart. Damit das nicht passiert, solltest Du Deine Vision jeden Tag leben und nicht erst in der Zukunft. Deine Visionen geben Dir einen Hinweis auf die Gefühle, die Du in deinem Leben haben möchtest. Wann weißt Du, dass du sinnhaft lebst? Sieh dir Deine Lebensbereiche an und fange an dort für Dich ein Bild zu erschaffen, das Dich erfüllt. Es geht dabei um ein Gefühl, das Du suchst. Wie willst du dich fühlen in Deinem Beruf, in Deiner Beziehung, in Deiner Rolle als Mutter oder Vater? Woran kannst Du erkennen, dass du etwas Sinnvolles tust?, wann fühlst du dich erfüllt, wenn du wann genau, was genau tust?

 

Impuls: Aus Deiner Vision heraus frage Dich, wie kann ich heute hier und jetzt schon anfangen sinnhaft zu leben? Wie kann ich das Gefühl, das ich haben möchte schon heute leben?

Impuls: Schreibe Deine Visionen auf. Du kannst sie auch immer wieder neu entwickeln und verändern. Das Schreiben ist ein wichtiges Tool für Dein Gehirn um Deine Vision zu manifestieren.

 

 

Akzeptiere kein “aber weil…”

Du brauchst für Deine Visionsfindung nur Dein Herz und die Freiheit zu träumen. Die meisten Menschen erlauben es sich nicht mehr zu träumen. Visionsfindung hat jedoch ganz viel mit träumen zu tun. Das tolle ist, wir alle besitzen etwas Großartiges was uns dabei hilft zu träumen: unsere Fantasie. Wir können uns mit unsrer Fantasie einfach alles vorstellen und es gibt dabei keine Grenzen. Außer Du baust Dir welche in deinen Kopf. Eine sehr beliebte Grenze, die wir uns zu eigen gemacht haben ist „ABER weil!“

„Es wäre schön wenn, aber, blabla…“ oder „das geht nicht, weil blabla…

Wenn Du ein „aber“ als Grenze hast, ist es unmöglich Deine Vision zu finden, denn Deine Vision liegt außerhalb deiner Komfortzone. Mit einem „aber“ als Grenze erstickst Du quasi Deine Träume noch bevor sie überhaupt das erste Mal geatmet haben. Stell Dir vor, Du kommst gerade in den Modus etwas in Deinem Geist zu erschaffen, etwas das Dein Herz höher schlagen lässt und paff: „das geht nicht, weil kein Geld, keine Zeit, kein, …!“

 

Impuls: Erlaube Dir zu träumen und akzeptiere kein „Aber weil“!

Lass Deine Fantasie ausrasten und fange an zu träumen ohne jegliche Grenzen.

 

 

Wie kann ich am besten vorgehen um meine Vision zu finden?

Schritt 1

Fang an zu träumen und akzeptiere dabei kein „aber weil“. Alles ist möglich in Deiner Fantasie, wenn du es Dir erlaubst. Sprenge Deine Grenzen und lass Dein Herz höher schlagen. Übe zu träumen, indem Du Dir die Frage stellst: „was wäre, wenn ich das und das mache, wie fühlt sich das an?“ Achte dabei auf das, was Dein Herz Dir dabei sagt. Tanzt es oder schläft es? Weck es auf und lass es tanzen!

Schritt 2

Gehe in das Gefühl, bei dem Dein Herz anfängt zu tanzen. Welches Gefühl lässt Dein Herz höher schlagen? Wie fühlt sich das genau an? Wo kannst Du es fühlen in Deinem Körper?

Schritt 3

Schreibe es auf. Schreibe einfach alles auf was Du gesehen und gefühlt hast. Einfach alles raus damit, hol es an die Oberfläche. Schreibe kreuz und quer. Ja klar Dein Ego sagt Dir, „Boah schreiben nee, weiß nicht, mag ich nicht, voll anstrengend …!“ blabla leg mal eine kurze Ego Pause ein und mach einfach mal.

 

Tipp 1: Starte am besten mit erst einmal mit einem deiner Lebensbereiche, der Dir gerade am wichtigsten ist und schreibe dafür Dein inneres Bild auf, was Du in die Realität bringen willst.

 

Tipp 2: lass Dir Zeit, oft entwickeln sich Visionen nach und nach zu einem großen Ganzen.

 

Tipp 3: Denke daran in Deiner Vision darfst Du Dich immer wieder neu erfinden. Du kannst sie immer wieder hinterfragen und verändern. Überprüfe nach einer gewissen Zeit ob Du noch auf dem richtigen Kurs bist. Andere Lebensphasen bringen auch andere Vorstellungen, Wünsche, Träume und Bedürfnisse mit sich.

 

Falls Dich das Thema der Visionsfindung besonders interessiert und Du Dich intensiv damit beschäftigen willst, dann kannst Du das mit mir in einem persönlichen Coaching angehen. Wie ich schon erwähnte ich liebe Visionen und freue mich mit Dir Deine Visionen zum Leben zu erwecken.

go lover go, Janine 

 

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